4 Tipps zum Anlegen & Bepflanzen eines Steingartens

Mit einem Steingarten sind leuchtende Farben im Garten garantiert. Eigentlich handelt es sich bei dieser Form des Gartens um eine nachgeahmte alpine Landschaft und genau diesen Faktor gilt es bei der Planung zu bedenken. Damit ein Steingarten zur Geltung kommt, sollte er mindestens 10 qm umfassen.

Anlegen eines Steingartens

Ein Steingarten liegt idealerweise etwas abschüssig, wie im Gebirge. Ist der Hang ziemlich steil, lockern dazwischen liegende Trockenmauern optisch auf. Sie müssen nicht zwangsweise komplett das gesamte Gelände durchziehen. Versetzte Mauerstücke wirken verspielter und nehmen dem Garten die Strenge.

Trockenmauern können gleichfalls bepflanzt werden. Es sollten aber immer genügend offene Mauernischen für Eidechsen und Blindschleichen vorhanden sein, die sich liebend gerne auf warmen Steinen sonnen und sich deshalb bevorzugt in Steingärten niederlassen.

Bepflanzen eines Steingartens

In höheren alpinen Lagen haben Pflanzen Licht im Überfluss. Deshalb sollte der heimische Steingarten gleichfalls nicht von schattenwerfenden Bäumen oder Gemäuern umgeben sein. Typische Steingartenpflanzen bevorzugen einen durchlässigen Boden und nehmen längere Trockenperioden nicht übel.

Variante eines Steingartens

Dort, wo ein Hang nur schwer zu realisieren ist, hat sich eine attraktive Alternative bewährt. Buchsbaumbüsche übernehmen den Platz der Steine und werden so geschnitten, dass sie aussehen wie große Moospolster. Das kräftige Grün bildet dann den Kontrast zu den blühenden Stauden.

Praktische Tipps zum Anlegen eines Steingartens
  1. Boden
  2. Steingartenpflanzen bevorzugen einen eher ausgemergelten Boden. Beimischung von Sand oder Kies verschafft das typische Mikroklima, bei dem sich nicht nur die teilweise eingegrabenen größeren Steine, sondern auch der Boden tagsüber durch die Sonne aufwärmt.

  3. Steine
  4. Einheitliche Steine sorgen für optischen Gleichklang. Deshalb sollten entweder nur runde oder nur kantige Steine zum Einsatz kommen. Auf keinen Fall beide. Die Größen können variieren, es sollten aber zumindest ein paar größere Steine dabei sein. Verschiedene Steinfarben vermitteln ein Durcheinander und zu dunkle Steine kommen nicht zur Geltung.

  5. Farbgestaltung
  6. Die Pflanzen sollten mit ihren Blühfarben harmonieren. Kunterbunt wirkt eher unruhig. Nachstehend ein paar stimmige Farbkombinationen:
    • Weiß, Gelb und Orange bzw. Rot
    • Rosa, Weiß und Lila
    • Rot, Blau und Silbergrau
  7. Blühdauer
  8. Bei versetzten Blühzeiten sind während der kompletten Saison Blüten vorhanden, siehe folgende Aufstellung:
    • Zeitiges Frühjahr: Steinkraut, Schleifenblume, Schneeglöckchen, niedrige Narzissen, Traubenhyazinthen.
    • Frühjahr bis Frühsommer: Phlox, Sedum. Alpenseifenkraut, Sternglockenblume, Porzellanröschen.
    • Sommer bis Herbst: Gebirgsthymian, Heidenelke, Steinaster, Quendel.

Ein Steingarten verwandelt sich mit nicht allzu großem Aufwand in ein herrliches Blütenmeer. Aufgrund der relativ anspruchslosen Pflanzen ist auch später nur wenig Pflege nötig.