Rosen verschneiden – 6 nützliche Ratschläge für Hobbygärtner

Die Rose wird als Königin der Blumen bezeichnet, deshalb gebührt ihr auch in der Pflege eine Sonderstellung, den Schnitt betreffend ebenfalls. Im Gegenzug erfreut sie mit wunderschönen, herrlich duftenden Blüten. Der leidenschaftliche Hobbygärtner hat an dieser Aufwandsentschädigung sicherlich nichts auszusetzen.

Qualitätswerkzeug

Gerade beim Rosen verschneiden ist hochwertiges Werkzeug ein Muss. Stumpfe Scheren sind nicht in der Lage exakte Schnitte zu setzen. Die Rosenzweige werden dann eher gequetscht statt ordentlich verschnitten. Mit einer scharfen Qualitätsgartenschere ist zudem weniger Kraftaufwand nötig.

Rosen verschneiden – nützliche Ratschläge

Ratschläge für den Rosenschnitt müssen immer die jeweilige Rosenart berücksichtigen, denn Kletterrosen sind nicht mit Edelrosen gleichzusetzen. Deshalb sind die nachfolgenden Tipps auch jeweils auf die verschiedenen Rosensorten abgestimmt.

  1. Der Schnitt
  2. Ein abgeschnittener Rosenzweig wächst immer in die Richtung weiter, in die das letzte Auge unterhalb des Schnittes schaut. Aus diesem Grund sollte etwa 5 mm oberhalb eines Auges geschnitten werden, das nach außen gerichtet ist. Dadurch wird ein buschiges Wachstum des Rosenstocks erreicht.

  3. Der Zeitpunkt
  4. Die ideale Zeit zum Rosenschneiden ist das Frühjahr. Alte Triebe schützen die Rose noch im Winter. Außerdem kann nach der Kälte auch gleich alles Zurückgefrorene entfernt werden. Die einzige Ausnahme stellen mit Mehltau befallene Zweige dar. Sie sind sofort nach Erkennen zu entfernen und dürfen wegen Ansteckungsgefahr nicht auf den Kompost.

  5. Beet- und Edelrosen
  6. Bei diesen Rosen reicht es, wenn etwa 25 cm lange Zweige stehen bleiben. Da sich die Blüten von Beet- und Edelrosen aus dem Laub entwickeln, das in der neuen Saison wächst, kann der Rückschnitt kräftig ausfallen.

  7. Strauchrosen
  8. Bei Strauchrosen ist der Schnitt vom Geschmack des Hobbgärtners und von den bestehenden Platzverhältnissen abhängig. Auf alle Fälle werden alle dürr geworden Zweige entfernt. Ansonsten geht man von Ein- bis etwa Zweidrittel der vorhandenen Triebe aus, die gekürzt werden sollten. Wachsen die Strauchrosen zu dicht, sollten auch noch komplette Triebe der Schere zum Opfer fallen.

  9. Kletterrosen
  10. Diese Rosenart blüht sowohl am alten als auch am neuen Holz. Geschnitten werden das tote Holz und die meisten kurzen Triebe. Die verbleibenden langen Äste bestimmen mit wenigen Seitentrieben die Wuchsrichtungen. Ist ein Haupttrieb älter als 6 Jahre sollte er ebenfalls komplett entfernt werden.

  11. Bodendeckerrosen
  12. Sie können großzügig mit einer Heckenschere bis auf verbleibende 10 cm abgeschnitten werden.

Beim Rosen verschneiden sollte auch gleichzeitig das alte Laub entfernt werde, das gemeinsam mit dem Schnittgut wegen eventuell vorhandener Pilzsporen unmittelbar nach dem Schnitt entsorgt wird. Danach sieht ein Rosenstock wieder ordentlich aus und lässt sobald es wärmer wird seine neuen Triebe eifrig sprießen.