Rhododendron – 18 Hinweise zu Pflege & Schnitt

Der Rhododendron ist ein immergrünes Gewächs, welches im Frühjahr mit tollen Blüten im Garten für ein erstes Highlight sorgt. Die Pflanze an sich ist recht pflegeleicht, wenn man den richtigen Standort für sie bietet und sich keine der zahlreichen Krankheiten oder Schädlinge zeigen. Wichtig ist auch der richtige Zeitpunkt für einen Schnitt. Nur wenn man den Rückschnitt richtig ausführt, kommt es im nächsten Jahr wieder zu einer vollen Blüte.

Pflege
  1. Die meisten Rhododendren mögen einen leicht schattigen Standort. Mittagssonne ist nicht ideal, genau wie zu viel Schatten. Der wirkt sich negativ auf den Blütenreichtum aus.
  2. Wurzelkonkurrenz mag die Pflanze nicht.
  3. Ausschlaggebend ist auch ein kalkfreier, saurer und lockerer Boden. Im Handel gibt es spezielle Rhododendrenerde.
  4. Beim Gießen ist darauf zu achten, das der Pflanzballen nie austrocknet, sich aber auch keine Staunässe bildet!
  5. Nach Möglichkeit kalkarmes Wasser zum Gießen nutzen und nur morgens oder abends gießen, da dann weniger Wasser verdunstet!
  6. Gedüngt wird mit einem Dünger mit höheren Magnesium- und Eisenanteilen. Ideal ist der spezielle Rhododendrendünger. Der richtige Zeitpunkt ist im März/April, nach der Blüte und Ende Juni.
  7. Später im Jahr nicht mehr düngen, nur noch mit einem Kaliumdünger, der für Abhärtung und Schutz im Winter sorgt!
  8. Nicht zu viel Düngen, das schadet dem Gewächs mehr, als zu wenig Dünger!
  9. Rhododendren pflanzt man am besten von März bis Ende Mai oder im November.
  10. Gut für die Wurzeln ist, wenn man den Boden mulcht. So können die flachen, zarten Wurzeln nicht austrocknen und sind geschützt.
  11. 11. Die meisten Rhododendrensorten sind ausreichend winterhart. Trockenheit, Frost und kalter Wind können aber Schaden anrichten. Die Pflanze schützt sich selbst durch das Einrollen der Blätter. Zusätzlich kann man ihr einen Windschutz bieten und auch eine Beschattung ist empfehlenswert. Schilfmatten und leichte Gaze sorgen für eine geschützte Überwinterung.
Schnitt

Man muss den Rhododendron nicht schneiden, kann es aber tun, falls die Platzverhältnisse im Garten es erforderlich machen.

  1. Nach der Blüte sind abgeblühte Blütenstiele zu entfernen! Dabei muss man vorsichtig zu Werke gehen, um die Neutriebe nicht zu beschädigen.
  2. Man kann gleichzeitig einzelne Neutriebe ausbrechen. Das fördert die Verzweigung der Pflanze.
  3. Man schneidet immer nach der Blüte, so haben die Neutriebe bis zum nächsten Jahr Zeit, neue Blütenansätze auszubilden.
  4. Triebe kann man einkürzen, indem man knapp über den Knospen den Schnitt ansetzt. Die Knospen sollten möglichst nach außen zeigen!
  5. Außerdem schneidet man tote Äste heraus, ebenso zu dürre, beschädigte und sich überkreuzende Triebe!
  6. Der Rhododendron kann radikal zurückgeschnitten werden. Er treibt zuverlässig wieder aus. Oft blüht er nach einem starken Schnitt erst einmal ein Jahr lang nur mäßig. Das gibt sich aber.
  7. Wichtig ist, nach dem Schnitt ausgiebig zu wässern! Im Moment wird viel Wasser benötigt. Das liegt daran, das die Schnitte offen sind und so viel Wasser verdunstet. Um einen Neuaustrieb zu ermöglichen, muss viel gegossen werden!
Fazit

Der Rhododendron ist ein beliebtes Gartengewächs. Das liegt zum einen daran, dass er immergrün ist, also auch im Winter mit seinen Blättern Licht ins trübe Gartenallerlei bringt. Zum anderen machen ihn seine Blüten so begehrt. Rhododendren sind wahre Blühwunder. Ihre Blüten haben enorme Leuchtkraft und eine tolle Fernwirkung. Die Pflanzen sind eine Zierde für jeden Garten.