Maulwurf bekämpfen – 12 tierfreundliche Methoden

Der Maulwurf ist ein possierliches Tierchen. Trotzdem möchte ihn keiner im Garten haben. Schuld sind seine Hügel, die er beim Graben seiner unterirdischen Welt hinterlässt. Wie wird man den Störenfried wieder los? - Der Maulwurf steht unter Naturschutz, darf also weder getötet, verletzt, noch in seiner Ruhe ernsthaft gestört werden. Welche Möglichkeiten bleiben also?

Maulwurf mit Gestank vertreiben

Der Geruchssinn ist beim Maulwurf weit entwickelt. Das liegt daran, dass er blind ist. Seine anderen Sinne funktionieren dadurch besonders gut.

  • Ein im Handel erhältliches Mittel ist „Wühlmaus- und Maulwurfstopp“ von NaturGut. Diesen Geruch können die kleinen Buddelflinks nicht ab. Das Gute ist, dass das Mittel keine Rückstände hinterlässt und sich mit der Zeit selbst abbaut.
  • Sehr beliebt sind auch Hausmittel. Da werden die verschiedensten Dinge empfohlen, alles was stinkt halt. Die haben allerdings den Nachteil, dass man diese Gerüche auch selbst wahrnimmt.
  • Ausprobieren kann man z.B. Fischköpfe in die Erdhügel zu stecken, Hunde- oder Katzenkot, Pflanzenjauche und andere schlimm stinkende Dinge.
  • Pflanzen in den Garten setzen, die der Maulwurf nicht mag, z.B. Kaiserkronen!
Maulwurf mit Lärm vergraulen
  1. Als hilfreich haben sich spielende Kinder im Garten erwiesen. Ihre lauten Geräusche verscheuchen den Maulwurf recht zuverlässig. Allerdings funktioniert das nur in der warmen Jahreszeit. Sobald die Freiluftsaison beendet ist, ist der kleine Plagegeist meist zurück.
  2. Ein Hund im Garten ist da besser. Die Laufgeräusche und sein Stöbern in den Erdhaufen sind gut geeignet, längerfristig Ruhe zu haben.
  3. Ultraschallgeräte vertreiben den Maulwurf durch Vibrationen. Es gibt Batterie- und solarbetriebene Geräte.
  4. Man kann auch Eisenstangen in den Boden schlagen und regelmäßig daran klopfen. Der Ton breitet sich im Erdreich weit aus und stört den Maulwurf, so dass er sich ein neues Domizil sucht.
  5. Einen ähnlichen Effekt haben in den Boden eingegrabene Flaschen. Günstig sind Plastikflaschen, denen der Boden entfernt wurde. Sie werden verkehrt herum eingegraben. Wenn der Wind über die Öffnungen streicht, werden Töne erzeugt, die sich ebenfalls unterirdisch ausbreiten und für Unruhe sorgen, was der ungeliebte Geselle nicht mag. Oft wird so der Maulwurf vertrieben.
  6. Manchmal reichen schon ganz normale Windräder, welche in die Erde gesteckt werden, um durch ihre Windgeräusche die Tiere zu vergraulen.
Andere Methoden
  • Man kann Lebendfallen in den Gängen aufstellen und den Maulwurf fangen. Er wird dann an anderer Stelle wieder ausgesetzt, weit genug entfernt, versteht sich. Oft sorgt allerdings der Stress, dem das Tier dabei ausgesetzt wird, zu seinem Tod. Besser ist also, eine andere Möglichkeit der Vertreibung auszuprobieren!
  • Horizontale Sperrgitter unter dem Rasen verhindern, dass der Maulwurf nach oben gelangen kann. Die lästigen Hügel fallen weg. Unterirdisch ist das Tier ja absolut nützlich und kann dort gern bleiben. Das Gitter wird bestenfalls bei der Neuanlegung des Rasens mitverlegt. Informationen dazu unter www.maulwurfsperre.de. Dort erfährt man auch etwas über die senkrechte Sperre. Sie sorgt dafür, dass der Maulwurf erst gar nicht in den Garten gelangen kann. Allerdings ist das eine aufwändige Angelegenheit.
Fazit

Wer den Maulwurf aus seinem Garten vertreiben möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Oft muss man etliche ausprobieren, um herauszufinden, was der lästige Mitbewohner nicht mag. Eines steht allerdings fest: Wenn der Garten für die kleinen Buddler gut geeignet ist, kommen er oder ein Artgenosse bald wieder. Wo sich der eine wohl gefühlt hat, findet sich auch ein anderer, der das Gebiet zu schätzen weiß.