Hochbeet anlegen - Bauanleitung & 3 Tipps zur Bepflanzung

Ein Hochbeet sieht nicht nur gut aus, es ist auch überaus praktisch, vor allem für den Rücken. Die Vorbereitungen, das Pflanzen und das Ernten kann in nahezu aufrechter Haltung erfolgen. Vorteilhaft ist darüber hinaus die Möglichkeit, Kompost oder Stalldung zu verwerten, so dass bei der Verrottung ein wärmeres Klima im Boden entsteht. Die Schnecken müssen zudem einen weiteren Weg zurücklegen, um sich am Gemüse oder an den Blumen zu laben.

Bauanleitung

Wer ein Hochbeet anlegen möchte, sollte ein paar wesentliche Dinge beachten. Als Höhe haben sich etwa 80 cm bewährt und die Tiefe sollte so gewählt sein, dass die Mitte des Hochbeetes noch bequem von der Seite zu erreichen ist, also maximal 120 cm. Die Länge kann je nach Platzverhältnissen variieren. Zunächst wird die Grasnarbe entfernt und beiseite gelegt. Die Bodentiefe sollte 10 bis 30 cm betragen.

Um Wühlmäusen vorzubeugen, empfiehlt sich das Auslegen mit einem kleinmaschigen Drahtgitter. Der Rahmen des Hochbeetes kann aus Holzbrettern, Palisaden, aufgeschichteten Steinen (Natur- oder Ziegelsteinen), Blech oder Kunststoff bestehen. Der Handel bietet bereits fertige Elemente an. Bei der Holzausführung ist zu beachten, dass das Fundament im Boden idealerweise aus Steinen besteht. Zudem sollte das Holz innerhalb des Beetes mit Folie ausgeschlagen werden, das schützt vor vorzeitiger Verrottung.

Hochbeet anlegen - Füllmaterial
  • Die unterste Schicht besteht in der Regel aus dünneren Ästen und Zweigen sowie aus Häckselmaterial und dickeren Pflanzenstängeln. Somit ist für eine gute Durchlüftung gesorgt.
  • Darauf folgen die umgedrehten Grasnarben, eine Lage Stroh, grobe Gartenabfälle oder Rasenschnitt.
  • Die nächste Schicht kann aus feuchtem Laub bestehen.
  • Kompost bzw. Stalldung sollte in keinem Hochbeet fehlen.
  • Als oberer Abschluss zur Bepflanzung eignet sich feine Komposterde bzw. Pflanzensubstrat.
  • Jede Schicht sollte etwa 20 cm dick sein.
  • Nach sechs Jahren steht eine komplette Neubefüllung des Hochbeetes an.
Tipps zur Bepflanzung
  1. Ein Hochbeet wird zum idealen Kräutergarten mit Schnittlauch, Salbei, Zitronenmelisse, Thymian, Rosmarin, Oregano und mehr. Petersilie sollte wegen seiner raschen Bodenmüdigkeit jährlich den Platz wechseln.
  2. Pflücksalate, eventuell in Kombination mit Paprika, profitieren von der Wärme, die durch die Verrottung im Boden entsteht.
  3. Ein mit Blumen bepflanztes Hochbeet wirkt besonders attraktiv, wenn eine Farbe dominiert. Wie wäre es mit Gelb- und Orangetönen? Dazu eignen sich gelbe Tulpen und Narzissen, niedriger Duftschöterich, Pfennigkraut sowie Ringelblumen und Tagetes, so dass von Frühjahr bis Herbst immer etwas blüht.

Anstrengendes Bücken bis tief hinab zum Boden entfällt bei einem Hochbeet. Mit einem Foliendach ausgestattet, wird es mit Hilfe der im Boden erzeugten Wärme sogar zu einem Frühbeet.