Gartenteich anlegen in 16 Schritten

Wer träumt nicht von einem schönen Teich im Garten? Zwar macht er etwas Arbeit, aber dafür wird man reichlich entschädigt. Einen Gartenteich anzulegen ist nicht ganz einfach und sollte exakt geplant und ausgeführt werden, damit spätere Schwierigkeiten ausgeschlossen sind.

Vorarbeiten
  • Die Planung ist der erste Schritt. Die Größe und die Lage sind entscheidend. Der Teich sollte nicht zu groß sein, zum Garten passen, aber auch nicht zu klein, vor allem wenn man Fische einsetzen möchte. Sollen diese dann noch im Teich überwintern, ist eine bestimmte Tiefe wichtig. Die Größe ist für das ökologische Gleichgewicht ausschlaggebend. Ideal ist eine halbschattige Lage, mit etwa 6 Sonnenstunden am Tag. Zu viel Sonne führt zu starkem Algenwuchs. Zu viel Schatten, meist durch Bäume verursacht, bringt im Herbst Probleme durch das Laub.
  • Der Teichumriss muss markiert werden. Das kann man mit Schnur oder auch mit Sand machen. Auch die Tiefzonen müssen markiert werden!
Anlegen des Teiches
  1. Als nächstes folgt der Aushub. Kleine Teiche kann man per Hand ausschachten, für größere nimmt man besser einen Bagger. Man hebt von außen nach innen aus und etwa 20 cm tiefer, als der spätere Wasserstand werden soll!
  2. Die äußeren Teichränder müssen auf einer Ebene liegen. Das überprüft man besser mit einer Wasserwaage!
  3. Steine, Wurzeln und alles, was die Teichfolie verletzen könnte, müssen entfernt werden!
  4. Nun wird das Teichvlies ausgelegt, welches die Folie von unten gegen Durchwurzlung schützt. Besonders wichtig ist es an den Randzonen, wo sich die Erde bewegen kann.
  5. Darüber kommt nun die Teichfolie. Diese darf nicht beschädigt werden, damit der Teich dicht ist. Wichtig ist, dass die Folie ringsum übersteht, etwa 50 bis 60 cm.
Befüllung und Bepflanzung
  1. Nun kann schon Wasser eingelassen werden. Durch den Wasserdruck wird die Folie gleich richtig ins Teichbett gepresst.
  2. Nun erfolgt schon die Bepflanzung. Die Pflanzen setzt man am besten in spezielle Pflanztöpfe und –körbe.
  3. Bei ebenen Bereichen nutzt man Kokosmatten als Unterlage. So bekommen die Pflanzenwurzeln einen guten Halt.
  4. Bei steileren Abschnitten werden Böschungstaschen verwendet. Diese kann man mit größeren Steinen beschweren, so dass sie gut halten.
Teichtechnik
  • Der nächste Schritt ist die Installation der Teichtechnik, soweit gewünscht oder erforderlich. Dazu gehören Pumpen, Filter und Licht. Die Pumpe platziert man am besten auf einem Ziegelstein. So wird verhindert, dass sie sich schnell durch Bodenschlamm zusetzt.
Beendigung der Teicharbeiten
  1. Die Kiesel werden von innen nach außen ausgebracht.
  2. Nun wird der Teich ganz aufgefüllt.
  3. Der Folienrand wird aufgestellt und mit schönen Steinen, Flusskiesel oder ähnlichem angeschüttet. Der hoch stehende Rand hat die Aufgabe zu verhindern, das Wasser aus dem Teich von Pflanzen der Randgebiete herausgezogen wird. Der Folienrand muss natürlich den Wasserstand überragen!
  4. Überstehende Folie kann abgeschnitten werden.
Fazit

Einen Gartenteich anzulegen ist etwas aufwändig. Günstig ist, wenn man nicht alles allein machen muss. Mit entsprechender Hilfe von Mensch und Gerät ist es durchaus zu schaffen, alles an einem Tag zu erledigen, wenn der Teich nicht zu groß ist. Ansonsten sollte man sich Zeit lassen. Wichtig sind eine gute Planung und eine gute Qualität der Teichfolie. Der Rest ergibt sich von allein.